Freitag, 28. Dezember 2007

Pinguine und Albatrosse

Eigentlich heißt es überall, dass man für das Angucken von Pinguinen und Albatrossen unbedingt vorausbuchen muss. In die Reservate kommt man (aus guten Gründen) auf eigene Faust nicht rein. Allerdings haben wir in den letzten Tagen gesehen, dass die Touristensaison noch nicht so richtig gestartet ist und so versuchen wir einfach unser Glück. Gegen 17.40 biegen wir wir auf den Parkplatz bei der Pinguinkolonie ein, greifen uns den letzten freien (nicht ganz so legalen) Stellplatz für unser Schiff und bekommen direkt eine Tour um 17.45. Die Tour an sich finde ich etwas enttäuschend, wir sehen zwar Pinguine, aber nicht so viele, wie ich von einer "Kolonie" erwartet hätte. In dieser sind momentan nur 19 Vögel. Warscheinlich
bin ich in Australien einfach nur verwöhnt worden. Die, die wir sehen, sind trotzdem niedlich mit ihren flauschigen braunen Teddybär-ähnlichen Jungen, die rumkrakelen, kaum dass sich ein Alttier zum Füttern nähert. Außerdem handelt es sich um
eine sehr seltene Pinguinart, die es nur hier gibt. Die Tour dauert 90 min und so sind wir erst kurz nach 19.30 am Royal Albatross Center. Die letzte Führung ist gerade weg, aber wir wollten sowieso nicht mit. Wir beobachten vom Rand des Parkplatzes in den Klippen die riesigen Albatrosse sowie Kormorane, unzählige Möwen und einige Fellrobben. Um 20.00 fahren wir zurück, hungrig von der Seeluft und ein bisschen in Panik, ob die hier die Pubküchen auch so früh dicht machen wie im Mutterland. In Rekordzeit von nur 35 min sind wir von der Spitze der Halbinsel wieder zum Campingplatz gedüst und lassen uns von der Reception-Erna einen Tipp geben, wo es noch etwas Essbares geben könnte. Sie nennt uns ein Lokal in St. Clair, direkt am Beach und hoffentlich noch mit offener Küche. Wir hin wie die Besengten und tatsächlich, es riecht köstlich und die Speisekarte sieht sehr vielversprechend aus. Und die Küche ist noch voll in Betrieb.
Was für ein wahres Glück. Gerettet werden wir mit zwei Scotch on the bone, einem Old Dark Malt Ale und einem Speights - himmlisch. Danach fehlt uns nix mehr zum Glück und wir bummeln ganz vorsichtig in unserem Wohnmobil zum Campingplatz, wo Uschi allerdings umgehend beschließt, die antarktische Kälte des nachts mit einer Jogginghose zu bekämpfen. Der nächste Outdoor-Bekleidungsshop wird restlos leergekauft.

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